Rund um die Pälzer Keschde

"Die Kastanie ist des südlichen Klimas bester Zeuge". Dies wusste bereits Bayernkönig Ludwig I. und ließ tausende von Edelkastanien rund um seine Sommerresidenz Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben anpflanzen.

Die Esskastanien blühen Anfang bis Mitte Juni, dabei verströmen ihre gelblichen Blüten einen süßlichen herben Duft. Im Oktober fallen die reifen "Keschde" von den Bäumen, die stacheligen Hüllen platzen auf und legen die Frucht frei.

 Folgen Sie der Spur der Kastanie zwischen Wald und Reben!

 Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage unter www.keschdeweg.de

Blüte der Esskastanie
Esskastanien

Kastanien - vom Brot der armen Leute zur Delikatesse

Kastanien galten jahrhundertelang in vielen Regionen als das Brot der Armen. Vor allem in Gebieten, in denen nur wenig Getreide angebaut werden konnte, wurde die Nussfrucht zu Mehl gemahlen und weiter verarbeitet. Lange Zeit ersetzten die Kastanien damit Getreide und Kartoffeln. Inzwischen hat sich die Esskastanie von einem Grundnahrungsmittel zur Delikatesse für Liebhaber gewandelt.

Zubereitung von Kastanien:

Bevorzugte Garmethoden für Kastanien sind Kochen und Rösten. Zur Vorbereitung schneidet man die glänzende braune Schale mit einem scharfen Messer über Kreuz ein, besonders, wenn man die Kastanien im Backofen oder über der Glut rösten möchte. Andernfalls sind die mediterranen Früchte zu großen Sprüngen fähig...

Gekocht werden sie pur verzehrt oder in Suppen verwendet. Die süßlichen Früchte können auch kandiert werden oder püriert und mit Zucker sowie Sahne zu Süßspeisen verarbeitet werden.

Getrocknete Kastanien werden fein zermahlen und für Backwerk oder Nudelfüllungen verwendet.